Grundschule Wallerstädten
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3. Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung

 

Unsere Schüler wachsen in einer ländlichen Umgebung auf. Sie kommen in der Regel zu Fuß

in die Schule. Viele dürfen am Nachmittag auf eigene Faust unterwegs sein, manche sogar

mit dem Rad. Spätestens nach dem Schulwechsel warten in der Kreisstadt jedoch größere

Herausforderungen auf die jungen Verkehrsteilnehmer. Sie darauf vorzubereiten, ist uns ein

wichtiges Anliegen. Deshalb haben wir ein Konzept erarbeitet, das uns als Leitfaden dient.

 

Die Verkehrserziehung ist an unserer Schule als Lernspirale aufgebaut. Im ersten Schuljahr

steht der Schulweg und die Orientierung im Ort im Mittelpunkt. Welche Kinder müssen die

Hauptstraße überqueren? Nur der Weg, der über den Zebrastreifen führt, ist der Richtige!

(Wir haben einen Schulwegplan, der von der Behörde genehmigt ist.)

In der dunklen Jahreszeit tragen alle Kinder die Sicherheitswesten, die der ADAC den

Schulanfängern zur Verfügung stellt.

 

Schwerpunkt im 2. Schuljahr ist das motorische Radfahrtraining auf dem Schulhof mit Frau

Chawaf. Die Grundschule besitzt jetzt 12 Fahrräder in unterschiedlicher Höhe, so dass jeweils

die Hälfte einer Klasse gleichzeitig trainieren kann (selbstverständlich mit Helm!), während

die anderen Kinder von der Klassenlehrerin betreut werden.

Langsam fahren, Spur halten, auf den Abstand zum Vordermann achten, Hindernisse

umfahren – all das erfordert volle Aufmerksamkeit und (Selbst-)disziplin. Die Kinder

erbringen beides gern, zumal sie von Frau Chawaf sofort Rückmeldung und Bestätigung

bekommen. Motorisches Radfahrtraining gibt es schon viele Jahre ohne Unterbrechung an

unserer Schule. Wir engagieren Frau Chawaf regelmäßig im Mai für 5 x 2 Wochenstunden

(Honorar aus dem Schulbudget).

Im Dezember 2011 bekamen wir am Ende der Radfahrausbildung von der Jugendverkehrs-

schule Groß Gerau ein dickes Lob:“ Die Ausbildung der Schüler im theoretischen

Unterrichtsteil war sehr gut. Weiterhin fiel uns auf, dass die Schüler eine gute motorische

Grundausbildung besaßen.“

 

Etwa mit neun Jahren sind Kinder in der Lage und bereit, sich mit Regeln auseinander-

zusetzen und ihre Sinnhaftigkeit zu erfassen. Deshalb ist das dritte Schuljahr gut geeignet ,

um diese Themen an sie heranzutragen:

 

 - Mein Fahrrad muss betriebs- und verkehrssicher sein. ( Fahrrad-Check)

 

 - Ich kenne die wichtigsten Verkehrszeichen und –regeln.

 

 - Gefahren rechtzeitig erkennen! Ich verhalte mich vorausschauend.

 

Daneben haben wir ganz selbstverständlich immer die Förderung der Bewegungssicherheit

im Auge: Im 3. Schuljahr nehmen z. B.. alle Kinder am Basiskurs „Ropeskipping“ teil.

Die Übungen im Seilspringen sind in hohem Maße geeignet, die Körperkoordination zu

verbessern, sind kindgerecht und machen Spaß.

Der Schwerpunkt im 4. Schuljahr liegt in der praktischen Anwendung des Gelernten mit

dem Fahrrad – zunächst im Schonraum, dann im Realverkehr – in Kooperation mit der

Jugendverkehrsschule und den Eltern.

 

Groß Gerau, 21. 1 2015