Grundschule Wallerstädten
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4. Sucht- und Gewaltprävention

 

Am 20. 12. 2013 haben wir das Teilzertifikat Sucht- und Gewaltprävention

als Anerkennung für unsere Arbeit entgegen genommen.

 

Die verschiedenen Maßnahmen zur Prävention sind im Schulprogramm verankert und werden

weitergeführt, im Einzelnen sind dies vor allem:

 

Unser Schultheater

 

Schon seit vielen Jahren haben alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4 die Möglichkeit,

sich in die Theater – AG einzuwählen. Dieses Projekt wird von unserer Kollegin Jäger – Fenchel

mit enormem Engagement geleitet und hat großen Zuspruch. Frau Jäger Fenchel hat ihre

Zusatzausbildung „Theaterpädagogik“ inzwischen abgeschlossen.

Wir freuen uns, dass der Förderverein „Freunde und Förderer der Grundschule Wallerstädten“ uns bei der Finanzierung einer Bühne unterstützen will. Die Anschaffung wird ca. 5000 € kosten

und ist für 2015 geplant.

Auf der Bühne stehen, eine Rolle spielen, gesehen werden und Anerkennung erfahren fördert

Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl – gewiss auch über die Grundschulzeit hinaus.

 

Kochen und Ernährung

 

Selbständigkeit erwerben hat in diesem Bereich einen nicht zu unterschätzenden – auch

gesellschaftlichen – Wert. Der Schulträger hat das erkannt und uns auf unseren Antrag hin eine

Schulküche eingerichtet.

Gemeinsam kochen macht Spaß, und was man selbst zubereitet hat, schmeckt besonders lecker.

Wenn Kinder schon recht früh die Erfahrung machen, dass sie durchaus in der Lage sind, sich

selbst etwas Gesundes zum Essen zuzubereiten, ist das auch ein wichtiger Schritt hin zum

kritischen Konsumenten.

Im vorigen Schuljahr haben Frau Unholtz und Frau Bierach gemeinsam alle 36 Zweitklässer

in die Kochschule genommen: Die Kinder waren in drei Gruppen zu jeweils 12 Kindern

eingeteilt. Jede Gruppe hatte eine Doppelstunde pro Woche. Der Kurs dauerte 12 Wochen.

In diesem Schuljahr gibt es eine Staffelübergabe: Frau Unholtz (mit dem Fach Hauswirtschaft)

wird im nächsten Schuljahr in den Ruhestand treten. Frau Bierach hat sich bereit erklärt, die

Aufgabe allein weiterzuführen. In diesem Schuljahr sind es nur 18 Zweitklässer, so dass die

Gruppen auch entsprechend klein sind.

Das Projekt ist ein Erfolg, und eine Doppelstunde „Kochen“ ist in den Stundenplan einer 2.

Klasse gut zu integrieren. Wir werden es deshalb so weiter führen.

 

Adventsmarkt und Sommerfest

 

Wir veranstalten jedes Jahr Ende November einen Adventsmarkt und alle zwei Jahre ein

Sommerfest (im Wechsel mit einer Projektwoche).

Mit dem Erlös der Feste finanziert der Förderverein zum Beispiel Pausenspielgeräte, Bücher

für unsere Schülerbücherei oder, wie jetzt, unsere Theaterbühne. Ein Teil des Erlöses geht in

die Klassenkassen. Neben dem finanziellen Gewinn steht der ideelle: Auch wenn es in der

Vorbereitungsphase manchmal heiß hergeht, sind sich Eltern und Kollegium einig:

Es ist gut, Gemeinschaft zu erfahren und zu feiern. Dies gibt den Kindern ein Stück

Geborgenheit.

 

 Sicher im Netz

 

„Im 3. Schuljahr erarbeiten sich die Kinder Grundkenntnisse für einen verantwortungsvollen und

sicheren Gebrauch des Internets“, so steht es im Schulprogramm.

Wir haben mit Frau Schindler eine sehr tüchtige, versierte Fachkraft gefunden und unter Vertrag

genommen, die unsere Schüler und Schülerinnen schon seit vielen Jahren Schritt für Schritt und

auf kindgerechte Weise in dieses immer wichtiger werdende Gebiet einführt. Sie kann dabei auf

ein anerkanntes, gut ausgearbeitetes Konzept zurückgreifen (www.internet-abc.de): „Wissen,

wie ́s geht! – Mit Spaß und Sicherheit ins Internet.“

Diese Praxis wurde durch eine Lehrerfortbildung und einen Elternabend zum Thema ergänzt,

so dass wir die Bedingungen für ein Zertifikat erfüllen: Wir sind jetzt „Internet-ABC-Schule“.

 

Unser Percussion – Ensemble

 

Ein jährlich erneuerter Kooperationsvertrag zwischen dem Kreisausschuss und der Städtischen

Musikschule ermöglicht es uns schon seit vielen Jahren, eine Trommelgruppe zu führen.

Spannend und mitreißend sind ihre Vorführungen zu den Schulfesten (oder einfach mal

zwischendurch für Eltern und Fans). Faszinierend, wie viel Freude am Rhythmus und wie viel

Emotionalität die Kleinen mit ihren Djemben wecken können!

Freitags in der 5. Stunde übt Herr Wambold (Musikschullehrer) mit den Jüngeren, die 6. Stunde

wird für die Großen freigehalten. Die Anschaffung der Instrumente aus unserem Budget hat sich

gelohnt, ist sie doch auch ein Hinweis auf die Wertschätzung, die wir unseren Schülern und

ihren Bemühungen entgegen bringen.

Personale und soziale Kompetenzen stärken! Das ist das große Anliegen dieses Projektes.

 

Tischtennis – in Kooperation mit dem Sportverein

 

„Was ich alles kann? Seil springen, Stelzen laufen ... und Tischtennis spielen!“ , erzählt ein

Zweitklässer mit berechtigtem Stolz. Zwölf Kinder aus der 2. Klasse haben sich dieses Jahr in die

Tischtennis – AG eingewählt, die von Herrn Arnold ( Sportverein) geleitet wird.

Das Kooperationsprojekt wurde über einen Zeitraum von drei Jahren über das Staatliche

Schulamt gefördert und soll fortgesetzt werden.

Hier geht es nicht nur um Konzentration, Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen, sondern

auch darum, sich auf einen Spielpartner einzustellen und gemeinsam Spaß zu haben.

Das Ziel, allen Kindern Freude am Sport in der Gruppe zu vermitteln, ist langfristig angelegt

und kann durch den Eintritt in einen Verein sehr befördert werden. Wo findet man Freunde?

Im Verein! Wir sehen das Projekt also auch als Maßnahme, den Kindern Hilfestellung zu geben

bei der Suche nach Gleichgesinnten, die zu ihrer sozialen und emotionalen Sicherheit

beitragen.

 

Stärke und Selbstvertrauen

 

„Ein starkes Kind weiß, was es will, was ihm gut tut und was ihm schadet. Diese Selbstsicherheit

ermöglicht es ihm, sich leichter zu distanzieren, es lässt sich nicht so leicht verführen – egal,

ob es um Rauchen, Alkohol, Computerspiele oder falsche Versprechungen geht“, sagt Andrea

Chawaf, lizenzierte Trainerin vom Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und

Konflikttraining. Sie hat einen Schnupperkurs entwickelt, den sie bereits seit fünf Jahren an

unserer Schule durchführt.

Im Vordergrund des Kurses steht die verbale Selbstbehauptung. Die Kinder werden angeleitet,

ihre persönliche Schutzgrenze klar und deutlich zu zeigen und zu vertreten. Sie lernen, dass sie

das Recht haben, „NEIN“ zu sagen, dass sie nicht jeder Forderung eines Erwachsenen ungefragt

nachkommen müssen und dass sie zu Hause erzählen, wenn ihnen irgend etwas komisch

vorkommt.

 

Antolin

Ein Internet – Projekt zur Steigerung der Lesemotivation (www.antolin.de)

 

Lesen können ist eine übergeordnete Kompetenz, die nicht nur wesentlich über den Schulerfolg

entscheidet, sondern auch wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe

ist. Deshalb ist diese Kompetenz ein wertvoller, ja unabdingbarer Integrationsfaktor.

Lesen, Inhalte aus Texten entnehmen, verstehen und deuten können, befähigt unsere Schüler,

sich Informationen zu beschaffen, sie zu bewerten und gegebenenfalls ihre Handlungen

daran auszurichten. Lesen können ist eine Alltagskompetenz. Wir brauchen sie, um ein

selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Lesen können eröffnet aber auch eine Welt voller Geschichten. Hier setzt unser Projekt an:

Lesen lernen durch Lesen! Zum Lesen verlocken wollen wir schon die ganz Kleinen. Deshalb

gibt es in unserer Schülerbücherei auch viele Bilderbücher, die sich die Erstklässer gerne

ausleihen, um sie sich von Eltern oder großen Geschwistern vorlesen zu lassen.

Im 2. Schuljahr starten wir dann mit unserem Antolin – Projekt:

Wir haben eine Antolin – Stunde eingerichtet, die fest im Stundenplan verankert ist. Die Erstleser

können in dieser Stunde Fragen zu den von ihnen gelesenen Geschichten im Internet beantworten

und Belohnungspunkte sammeln. Während der eine Teil der Schüler und Schülerinnen im gut

ausgestatteten Computerraum arbeitet, kann der andere Teil der Klasse im Klassenraum die

selbstgewählte Lektüre weiterlesen. Dies ist dank obligatorischer Doppelbesetzung möglich.

Der Schulträger finanziert die Teilhabe an diesem Internet - Programm schon viele Jahre, es

wird von unserer Schülerschaft gut angenommen.

Auch die „Großen“ bleiben Antolin oft treu. Sie loggen sich zu Hause ein und erfreuen sich

an ihrem Leseerfolg, hier wird er sichtbar gemacht.

 

Groß Gerau, 21. 1. 2015